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Fanbericht
Am Donnerstag den 08.05.2008
begannen wir unsere weite Reise nach Memmingen. Um 10:20 h, nachdem
wir, Yvonne und Moni, Sabrina mit ihrer Enja eingesammelten hatten,
nahmen wir die 650 km in Angriff, die vor uns lagen. Eine gemütliche
Fahrt mit Hänger stand uns bevor.
Nach ca. 400
km und schon einigen Pausen hielten wir Ausschau nach einer
Gastankstelle und wurden an einem Autohof auch fündig. Das Tanken
stellte sich in der Ferne allerdings problematischer da als daheim.
Bislang kannte ich lediglich die Raiffeisen Tankstelle in Emsdetten.
Nun bei einer hoch frequentierten Shelltanke gab es doch 2
unterschiedliche Gasanschlüsse zum tanken. Beide wirkten beim ersten
Hinsehen nicht so, als das sie auf meinem Anschluss passen könnten.
Auf Zusicherung der Kassiererin versuchte ich es nochmals ernsthaft
mit dem einem Anschluss, der jetzt natürlich auf der falschen Seite
lag. Aber gemeinsam schafften wir es den Gasanschluss am Tankstutzen
zu befestigen. Und siehe da es funktioniert. So konnten wir beruhigt
unsere Reise fortsetzen.
Im tiefen
Bayern angekommen brachten wir zunächst Sabrina zu ihrer Mannschaft.
Diese war in Ferienhäuser ca. 15 km entfernt von Memmingen
untergebracht, in einem Ort Namens Roth-Mühlberg. Dieser machte
seinen Namen alle Ehre und wir mussten kurz vorm Ziel so manche
Steigung mit einem „Flachland-Auto“ mit Hänger meistern. Das fahren
durch diese ländliche Gegend gefiel uns so gut, dass wir Thomas
Leyener, der draußen am Wegesrand stand, einfach links liegen ließen
und weiterfuhren. Nach Protesten von der hinteren Reihe, Sabrina
also, musste ich wohl oder übel rückwärts setzen, mit Hänger!!!!
Nach
erfolgreicher Ablieferung machten Yvonne und ich uns nun auf den Weg
zu unserem Ziel. Dem Gasthof zum Schwanen in Memmingen. Nun konnte
es mir gar nicht schnell genug gehen. Daher nahm ich direkt die
erste Abfahrt im Kreisel, Richtung Memmingen, obwohl unsere Uschi
doch gesagt hatte, ich sollte erst die 2. Ausfahrt aus dem Kreisel
nehmen. Macht ja nichts unsere Uschi ist ja flexibel und hat die
neue Route gleich berechnet und uns sicher zu unserem Ziel geführt.
Auf unserem Weg dorthin konnten wir in der Ferne einen Blick auf die
Alpen werfen, welcher Yvonne zu der Frage verleitete: Ist das Schnee
da oben auf den Bergen? Das kann doch wohl nicht sein, oder?
Am Gasthof
angekommen machten wir uns auf die Suche nach einem Parkplatz. Wir
näherten uns ganz langsam und vorsichtig unserem Gasthof, die Straße
wirkte eher wie eine Fußgängerzone, doch ein entsprechendes Schild
hatten wir nicht gesehen. Was wir auf unsere Suche wohl erblickten,
war ein Schild, „Zum Biergarten“. Da müssen wir ja wohl nicht rein,
oder? Also fuhren wir weiter, und da, vor unserem Gasthof, saßen Woy
und Inge, gemütlich bei einem Getränk und die Speisekarte
studierend. Woy führte uns dann zu unserem komfortablen Parkplatz.
Wir mussten doch Richtung Biergarten und parkten im Innenhof, vor
dem Biergarten. Geschafft, jetzt haben wir uns auch ein Radler
verdient, oder auch 2.
Am Freitag
hatten wir bis zum frühen Abend zeit, so dass wir gemeinsam einen
Ausflug zum Bodensee unternehmen wollten. Nach dem „üppigen“
Frühstück machten wir noch einen kleinen Bummel durch die Memminger
Innenstadt. Als erstes wurden Passfotos von Woy und Inge gemacht.
Dann standen uns große Entdeckungen bevor. Eine Großbaustelle mit
einem großen Abrissbagger, Woy konnte sich von diesem Anblick gar
nicht lösen. Alles andere war recht uninteressant für ihn. Er
drängelte immer wieder, wir sollten doch nun endlich zurück zum
Gasthof, damit wir noch zum Bodensee fahren könnten. Um 12 Uhr, so
seine Aussage, würde er auch nicht mehr losfahren. So gingen wir zu
Inges Leidwesen zurück. Nun also auf dem Weg nach Lindau hatten wir
dann aber doch noch so viel Zeit, dass Woy einen kleinen
Zwischenstopp am Memminger Stadion machen konnte. Das sei mal
gesagt, so viel Zeit muss sein.
Danach ging
es aber wirklich los zum Bodensee. So richtig im Fahrt gekommen auf
der Autobahn, wurde unsere Fahrt jäh gestoppt. Der Zoll winkte Woy
raus und unterzog uns einer Ausweiskontrolle. Der kontrollierende
Zollbeamte bemerkte ganz freundlich, dass wir aus „Emschdetten“
kommen, was Woy in seiner ihm bekannten Korrektheit nicht
akzeptieren konnte. Er korrigierte den Beamten so oft, dass auch
dieser dann „Emsdetten“ von sich gab. Wir anderen drei machten bange
Minuten durch, gleich reichts dem Beamten und er nimmt das ganze
Auto auseinander. Aber nein, wir durften unsere Fahrt fortsetzen.
In Lindau
angekommen machten wir eine Wanderung um die Halbinsel. Wir machten
eine Entdeckung nach der anderen. Wir sahen eine „Zigarre“ oder auch
Zeppelin genannt, was die jüngeren unter uns doch verzückte. Wir
sahen ein hübsches Finanzamt und auch eine Frauenklinik von Dr.
Alarm, aber nicht doch, es heißt Dr. Alram. Ist doch ziemlich
ähnlich, oder? Auch konnten wir die schwerwiegende Frage vom Vortag
klären, denn auch von hier konnte man einen Blick auf die Alpen
werfen. Ja doch, es ist Schnee auf den Gipfeln der Berge. Dieses und
auch die Geschichte vom Frosch, der in die Höhe möchte, oder vom
kleinen Negerjungen aus Wanne-Eickel erfuhren wir auf unserem
Ausflug. Bevor wir uns auf die Rückfahrt nach Memmingen machten,
fuhren wir noch an den Lindauer Dornierwerken vorbei. Welche für Woy
und Moni wohl ein Begriff waren, für Inge und Yvonne aber eher nicht
von Interesse waren.
Also nun aber
zurück! Woy war so in seinem Element beim Fahren, dass er Inges
sowie Pauls Hinweis, dass wir die Autobahn verlassen müssen,
ignorierte. Er fuhr immer weiter. Das wäre sie gewesen, unsere
Ausfahrt, nehmen wir also die nächste und fahren dann eben wieder
zurück. Das wiederum führte uns kurz in einen Stau. Na ja, kann ja
mal passieren.
In Memmingen
angekommen schauten wir uns nun den Übungs- und Campingplatz sowie
das Festzelt an. Wir stellten erfreut fest, dass beides, das Stadion
bzw. das Festzelt, von unserem Gasthof gut zu Fuß zu erreichen ist.
So jetzt ging
es zurück zum Gasthof, dort waren nun auch schon Manni und Angelika,
bei einem gemütlichen Radler, nach anstrengender Fahrt. Jetzt kam
die Planung für den Abend. Wir wollten den Probschutzdienst im
Stadion sehen und anschließend die Auslosung im Festzelt verfolgen.
Schaffen wir das zeitlich?
Also auf
geht’s zum Stadion. Dort angekommen hatten wir noch Zeit. Hunger
hatten wir auch, so dass wir der Stadiongaststätte einen Besuch
abstatteten. Wir wurden freundlich empfangen und bewirtet. Das Essen
war gut und reichlich. Bei einem freundlichen Gespräch mit dem Wirt,
informierten wir diesen, dass es an diesem Wochenende wohl mehr
werden könnte und fragten ihn, ob er sich wohl reichlich eingedeckt
hätte. Er meinte wohl. Na dann.
Mit gefülltem
Bauch und gut zufrieden schauten wir uns den Probeschutzdienst an.
Danach ging es dann, zumindest für manche von uns, im Galopp zum
Festzelt zur Auslosung. Diese verfolgten wir gespannt und notierten
alles. Wir notierten soviel, dass wir die Losnummer 36 im
Leistungsbereich gleich zweimal notiert hatten. Über diesen faux pas
informierten wir natürlich sofort den Jugendwart von Bayern Süd
Josel Liegl. Dieser wurde ganz nervös und geriet prompt ins
Schwitzen. Er ging sofort, um diesen Sachverhalt zu klären. Als er
mit seinem Sohn zurückkam war er wieder ganz ruhig. Der Fehler lag
auf unserer Seite, wir waren bei all unserem Notieren wohl zu
übereifrig gewesen. Die Losnummer 36 war im Leistungsbereich nicht
doppelt vergeben. Die zweite, von uns notierte 36, gehörte in den
Agility-Bereich.
Nach ein paar
Radlern bzw. Bierchen, die wir uns glücklich erkämpft hatten,
machten wir uns auf den Weg zurück zu unserem Gasthof. Dort
angekommen hatten wir Glück und durften dort noch ein „Gute Nacht“
Radler/Bierchen trinken.
Am nächsten
Morgen, es ist bereits Samstag, frühstückten wir alle gemeinsam.
Danach gingen wir zum Stadion um dem ersten Wettkampftag
beizuwohnen. (siehe Bericht 1)
Wie auch im
Vorjahr genossen wir im Stadion das leckere Würz-Softeis. Was für
manche nicht so leicht zu essen war, was zu manchen farbigen
Klecksen auf der getragen Kleidung führte. Besonders schwierig
zeigte sich der ach so leckere Eismohr.
Am Abend
führte uns unser Weg dann zum Diskoabend. Woy in seiner freudigen
Erwartung der lauten Musik, ließ sich zum ersten Mal zu der Äußerung
hinreißen: „Haben wir ein Glück“. Die permanente Gesellschaft so
vieler netter Frauen hinterließ seine Spuren. Schon auf unserem Weg
konnten wir den Bass ertönen hören und Woy hielt sich an seinem
Glück fest. Am Zelt angekommen sagten wir nur kurz Verena und
Sabrina hallo und gingen dann Woy folgend zum Bayern-Süd-Zelt. Woy
hatte eine Einladung von Richard Aschenbrenner erhalten. Wir wurden
sehr herzlich von Richard und seiner Frau Angie empfangen und
bewirtet. Hier war es doch schöner als im lauten Zelt. Nach
angenehmen Gesprächen wollten wir uns auf den Heimweg machen und
verabschiedeten uns von Richard und Angie. Dabei passierte noch ein
kleines Missgeschick. Inge wurde von einem Absatz so unglücklich
getroffen, dass es einen ihrer Zehen zum Pochen brachte und dieser
an den folgenden Tagen in den schönsten Farben schimmerte.
Über den
nicht gerade üppig beleuchteten Campingplatz suchten wir unseren Weg
nach Hause. Wieder am Gasthof angekommen, gab es leider diesmal
keinen „Gute Nacht“ Trunk mehr. Schade.
Der Sonntag
starte genauso wie der Samstag, nur mit dem Unterschied, dass Woy
immer mehr Glück hatte. Seine Äußerung „haben wir ein Glück“ war so
ansteckend, dass wir alle diese bis zum Abend übernommen hatten. Am
Festabend prosteten wir nur noch mit diesem Ausspruch. Der
Wettkampftag zog sich lange hin, dass wir es nicht pünktlich zum
Festabend schaffen konnten. Leider konnten wir den zahlreichen Reden
nicht beiwohnen. Aber die Verleihung der Anerkennungsurkunde für
Thomas Leyener, übergeben auf einem Schmierzettel, bekamen wir noch
mit. Aber immerhin war sie verbunden mit einem Kurzurlaub im
Sauerland.
Nun ging es
nahtlos über in den geselligen Teil des Abends. Nach kurzer Zeit
kamen Richard und Angie, wie für die Bayern-Süd üblich, in
traditioneller Trachtenkleidung, zu unserem Tisch. Ihm folgte eine
Bedienung mit einem Tablett voller Bier, gesponsert von Richard und
Angie. Wir hatten einen sehr fröhlichen und schönen gemeinsamen
Abend. Zwischenzeitlich meinte Richard, dass die „Jungen“ von uns
doch mal Tanzen gehen müssten und besorgte direkt Tanzpartner.
Darunter kein anderer als sein Sohn, ein Schutzdiensthelfer der
Veranstaltung. Auch gingen wir alle gemeinsam zur Tanzfläche um
ausgelassen das Tanzbein zu schwingen. Ein gelungener Abend. Aber
auch dieser ging mal zu Ende und wir mussten den Heimweg antreten.
Nun begann ein langes Warten auf die Herren unserer Runde. Beide
waren wohl in tiefsinnige Gespräche verwickelt worden. Manche von
uns legten schon mal ein kleines Nickerchen ein.
Der nächste
Morgen kam doch schneller als die Tage zuvor. Manni und Angelika
machten sich auf den Rückweg nach Emsdetten mit Campino. Wir anderen
machten uns müde auf den Weg zum 3. Wettkampftag. Aber trotzalledem
lag immer noch das Glück in der Luft und Woy schaffte es wieder uns
mitzureißen. Wir erlebten eine glückliche Sabrina mit dem Gewinn der
Vizemeisterschaft in ihrer Klasse und eine schöne Siegerehrung.
Nach diesem
anstrengenden Wochenende ließen wir nun diesen Tag ruhig in unserem
Gasthof ausklingen. Für die anstrengende Rückfahrt am nächsten Tag
sollten wir unsere Kräfte wieder ein bisschen aufladen.
Am nächsten
Tag wurden die Autos gepackt und wir machten uns wieder auf zu den
Ferienhäusern der Westfalen. Woy begleitete uns falls wir nicht
alles Gepäck unterbringen könnten. Denn nun reiste auch Verena mit
uns zurück und Enja fuhr natürlich, wie schon auf der Hinfahrt, bei
uns im Auto mit.
Nach über 8
Stunden Fahrt und mehrer Pausen lieferten wir zunächst Verena zu
Hause ab und dann Yvonne.
Die
amtierende Vizemeisterin und ich, arbeitsfreudig wie immer, fuhren
direkt durch zur Agility-Trainingstunde in Wettringen. Hupenderweise
fuhren wir aufs Gelände und eine glückliche und stolze Annette
empfing ihre Tochter. Diese, wohlbemerkt, hatte doch tatsächlich
daran gedacht in Memmingen ein Muttertagsgeschenk einzukaufen.
So endete nun
unsere Reise zu der Deutsche Jungend- und Juniorenmeisterschaft
2008. |