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Agility
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Was bedeutet eigentlich Agility?
Hervorgegangen aus dem lateinischen agilitas, was so viel
bedeutet, wie Beweglichkeit, Schnelligkeit. Agility ist eine klassische
Teamsportart. Das Team besitzt 6 Beine. Vier Beine liefert der Hund. Das
fehlende Beinpaar stellt der Mensch, der den Hund ähnlich, wie beim
Springreiten, durch einen Hindernisparcours führen muss.
Bilder
zum Agility-Training
Das Agility Reglement/FCI
Agility hat wie viele andere Sportarten seine Wurzeln in
England. Am Anfang stand allerdings nicht die Idee eine neue Sportart zu
erschaffen, sondern die Besucher der weltgrößten Hundezuchtschau (der
Crufts) sollten in den Pausen unterhalten werden.
In der Vorbereitungszeit zur Crufts 1987 wollte John Varley, ein
Mitglied des Organisationskomitees, ähnlich dem Springreiten bei Pferden
einen Parcours für Hunde bauen. Er entwarf zusammen mit dem
Hundeausbilder Peter Meanell verschiedene Geräte, die dem Naturell und
dem Bewegungsablauf der Hunde werden sollte.Bei der Crufts wurde diese erste Agility -Vorführung so begeistert
angenommen, dass seit dem Zeitpunkt die Agility -Vorführung ein fester
Bestandteil der Crufts wurde. Durch den Besuch von Europäern wurde die
Verbreitung von Agility rasch vorangetrieben und schon nach kurzer Zeit
wurde in Großbritannien auch in anderen Hundevereinen Agility betrieben.
Es wurde schnell klar, dass ein einheitliches Reglement notwendig wurde.
So erarbeitete man in Großbritannien ein Regelwerk, bildete Richter aus
und schaffte damit die nötigen Voraussetzungen für den heutigen Agility
- Sport.
Agility- Klassen
Damit die Hunde untereinander eine reelle Chance haben,
sich zu messen, erfolgt eine Dreiteilung aller teilnehmenden Hunde
anhand ihrer Größe und Leistungsfähigkeit. Je größer der Hund desto
höher die Hindernisse. Man unterscheidet:
S (small)
kleiner als 35 cm Widerristhöhe, z.B. Malteser, Westi, Cairnterrier,
Zwergschnautzer etc.
M (medium)
ab 35 cm, max kleiner als 43 cm Widerristhöhe, z.B. Jack Russel Terrier,
Cockerspaniel, Beagle, Tibet Terrier, Shelti etc.
L (large)
ab 43 cm Widerristhöhe, z.B. DSH, Boxer, Collie, Hovawart, Border
Collie, Dalmatiner etc.
Außerdem erfolgt eine Einteilung in unterschiedliche Leistungsklassen:
A1
Vorraussetzung: Begleithundeprüfung., Verbandszugehörigkeit und der Hund
muss mindestens 18Monate alt sein.
A2 und A3 nach Qualifikation und Nullfehlerläufen in A1 Turnieren.
Agilitygeräte
Das Ziel ist bei Agility immer das gleiche: Möglichst
schnell ohne Fehler den Parcours zu bewältigen. Man unterscheidet dabei
die folgenden Gerätetypen:
Hindernisse, die übersprungen bzw. Durchsprungen werden müssen. Dazu
gehören Stangenhürden, Besenhürden, eine Mauer, der Weitsprung und der
Reifen.
Kontaktzonengeräte, die überlaufen werden müssen. Dazu gehören: Steg,
Wippe und die A-Wand. Den Namen Kontaktzonengeräte haben diese
Parcourselemente von der markierten Fläche im Anfangs- und Endbereich
des Hindernisses, in die der Hund beim Betreten des Gerätes mindestens
eine Pfote setzen muss.
Tunnel, zu dieser Familie, die es zu durchlaufen gilt, gehören der
Stofftunnel oder Sacktunnel sowie der feste Tunnel.
Tisch, dort wird der Hund für eine bestimmte Zeit geparkt, bis es
wieder weiter geht. Wie lange der Hund auf dem Tisch ausharren muss,
bestimmt letztendlich der Prüfer.
Slalom, der aus maximal 12 Stangen besteht, durch die der Hund in einer
bestimmten Richtung fädeln muss. Gestartet wird mit der Slalomstange,
die sich neben der linken Hundeschulter befindet.
Agility-Prüfung
Das zur Anlage einer Agility-Strecke notwendige Gelände
sollte ungefähr 30x40 m aufweisen. Für die Anlage eines Parcours
benötigt man ein Gelände mit der Größe von 20x40 m. Der eigentliche
Parcours hat eine Länge von 100 – 200m und umfasst je nach Prüfungsstufe
12 bis 20 Hindernisse, davon mindestens 7 Sprünge. Ein
Standardprüfungssatz hat 10 Hürden zu beinhalten. Die Entfernung
zwischen zwei aufeinander folgenden Hindernissen beträgt zwischen 5m und
7m. Der Verlauf der Strecke obliegt der Phantasie des Richters, muss
jedoch mindestens zwei Richtungswechsel beinhalten. Vor Beginn der
Prüfung überzeugt sich der Richter von der Ordnungsmäßigkeit und der
Anzahl der vorhandenen Geräte. Wenn diese dem Standard entsprechen,
übergibt er seine Parcourszeichnung dem Veranstalter zwecks Aufbau. Nach
dem Aufbau überprüft er diesen und vermisst die Strecke. Ein gut
durchdachter Streckenverlauf gibt dem Hund die Möglichkeit, leicht und
fliesend die Strecke zu erarbeiten. Das Ziel liegt darin, den Hund
kontrolliert und ausgeglichen unter Vermeidung von Fehlern in der
vorgegebenen Geschwindigkeit über die Strecke zu führen. Daher ist es
angeraten, ständig eine Veränderung der Parcourspläne vorzunehmen, um
jede Automatisierung des Hundes zu vermeiden. Auf dem Prüfungsgelände
ist kein Training erlaubt. Bevor der Wettkampf beginnt ist es den
Hundeführern gestattet, den Parcours ohne Hund abzugehen. Vor Beginn der
Prüfung versammelt der Richter die Konkurrenten, um ihnen Einzelheiten
über die Prüfung und die Zeitvorgabe bekannt zugeben.
Nun begibt sich der Hundeführer an den Start. Der Hund darf liegend,
sitzend oder stehend hinter der Startlinie platziert werden. Dies ist
die Zeit auslösende Linie, elektronisch oder per Hand gemessen. Er leint
seinen Hund ab, nimmt das Halsband ab, dessen Tragen aus
Sicherheitsgründen im Parcours, während der Prüfung untersagt ist. Der
Hundeführer darf während der Prüfung nichts in den Händen halten. Der
Hundeführer wählt seinen Startpunkt innerhalb des Parcours nach eigenen
Ermessen. Er gibt seinem Hund das Hörzeichen zum Start auf Anordnung des
Richters. Die Zeitmessung setzt ein sobald der Hund die Startlinie
überschritten hat oder seitlich an dieser vorbeiläuft. Verschiedene Hör-
und Sichtzeichen sind auf der ganzen Strecke erlaubt. Der Hundeführer
achtet peinlich genau darauf, dass die Hindernisse vom Hund in der
Reihenfolge der nummerierten Vorgabe überwunden werden. Vor der Abgabe
des Hörzeichens an den Hund vom Start bis zum Ziel ist es dem
Hundeführer nicht erlaubt, den Hund oder die Hindernisse zu berühren.
Der Hundeführer darf weder die Hindernisse selber unterlaufen, noch
überspringen. Das Ende der Strecke ist mit der Zeitnahme erreicht, wenn
der Hund die Ziellinie überschritten hat. Danach nimmt der Hundeführer
den Hund wieder an die Leine und verlässt die Strecke.
Häufig gestellte Fragen im Bezug auf Agility:
Ab wann kann man Agility machen? Wie alt muss mein Hund sein?
Mit Agility kann man schon im Welpenalter anfangen.
Solange die kleinen Hunde noch nicht die volle Größe erreicht haben, ist
ihr Knochenbau anfällig für Haltungsschäden und Verletzungen. Das darf
man auf keinen Fall vergessen. Wenn man folgende Punkte beachtet, sollte
eigentlich nichts schief gehen:
* der Welpe darf nicht springen
* Keinen engen Slalom laufen
* den Hund nicht überfordern, man sollte ihm viele Pausen können.
Weniger ist oft mehr!
Man sollte versuchen die Geräte immer spielend zu vermitteln. In manchen
Welpenschulen kommen die kleinen ganz nebenbei schon in Kontakt mit den
Geräten. Man kann zum Beispiel die A-Wand oder den Steg flach auf den
Boden legen. Tunnel werden spielerisch erforscht und oft als Ruhelager
genutzt. Die kleinen Vierbeiner verlieren so automatisch die Angst vor
den Geräten.
Kann man mit alten Hunden Agility machen?
Wenn der Hund gesund ist, kann man natürlich auch mit
einem älteren Hund anfangen. Ältere Hunde sieht man auch auf Turnieren
erfolgreich starten. Sowohl bei den normalen als auch in den
Seniorenklassen. Um seinen alten Hund zu schonen, sollte man einfach die
Hürdenhöhe reduzieren. Wenn der eigene Ehrgeiz nicht zu groß ist, merkt
man schnell, wann der Hund seine Leistungsgrenze überschritten hat. Ist
der Hund mit Spaß und Aufmerksamkeit dabei und vermeidet man eine
Überforderung, kann man noch lange gemeinsam mit seinem Hund diesen
Sport betreiben.
Welcher Hund bzw. welche Hunderasse ist für Agility besonders gut
geeignet?
Alle Hunderassen, die keine überzogenen
Gebäudeverhältnisse aufweisen (extra lang, kurzbeinig, kurznasig,
überschwer, übergroß) sind für Agility auch turniermäßig gut geeignet.
Egal, ob reinrassig oder Promenadenmischung. Den Agilityhund oder die
Agilityrasse gibt es aber nicht! Ob es letztlich klappt, hängt auch
immer vom einzelnen Hund ab. Viel wichtiger ist daher die Frage: Welcher
Hund ist für dich geeignet? Agility ist bekanntlich nur ein kleiner Teil
des Lebens. Wie sieht der Rest Deines Lebens aus? Ist eher ein kleiner
oder ein großer Hund geeignet? Bis du außer Deinem Wunsch nach Agility
eher sportlich oder lieber gemütlich? Wo wohnst Du? Hast Du genug Zeit
und Auslaufmöglichkeit für einen sehr bewegungsbedürftigen Hund? Agility
wird nur klappen, wenn Hund und Besitzer gut zusammenpassen.
Bei weiteren Rückfragen und Anfragen über Trainingsmöglichkeiten stehe
ich unter folgender Telefonnummer zur Verfügung: Annette Lilienbecker,
Agility Beauftragte
Tel.05971/3775 oder 0170/2711103
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